
Am letzten Donnerstag trafen sich die Schützensenioren von der Schützengesellschaft
Steinhorst zu einer Tagestour in den Elm. Um 9 Uhr ging es los. In dem Dorfbus und einem
Privatauto hatten 12 Schützen Platz. Es ging zuerst nach Schöningen zum Forschungsmuseum.
Die Schützen reisten etwa 300.000 Jahre zurück in die Altsteinzeit und sahen die ersten
Einwohner Niedersachsens. Unmittelbar beim Museum war das Braukohlebergwerk, das als
Tagebau abgebaut wurde. Von 1979 bis 2016 wurde dort die Kohle abgebaut, um das nahegelegene
Kraftwerk mit Kohle zu versorgen. Seit 1982 wurden Teile des Gebietes archäologisch untersucht,
bis heute finden noch weitere Ausgrabungen statt. 2013 wurde das Forschungs- und Erlebniszentrum
Schöninger Speere „Paläon“ errichtet, in dem die Fundstücke aus vergangenen und laufenden
archäologischen Grabungen aufbereitet sowie ausgestellt werden.




Es ging von dort zum Mittagessen nach Königslutter, ins IL Mulino in der Herrenmühle.


Der nächste Programmpunkt war der Kaiserdom in Königslutter.
Gerhard Pörschke gab zuvor erste Einblicke zur Entstehung des Doms.

Der Kaiserdom Königslutter wurde im Jahr 1135 von Kaiser Lothar III. als Benediktiner-Abteikirche
und Grablege für sich und seiner Familie gestiftet. Die Fertigstellung des romanischen Bauwerks
erfolgte nach dem Tod des Kaisers, um 1170 unter der Herrschaft von Heinrich dem Löwen.
Mit 75 m Länge und 18 m Höhe waren das für damalige Zeit enorme Ausmaße.
Zwei Jahre nach Baubeginn starb Kaiser Lothar von Süpplingenburg 1137 in Tirol, bei der Rückkehr
von einem Italienfeldzug. Seine sterblichen Überreste wurden in der noch nicht fertiggestellten Kirche beigesetzt. Nach seinem Tode wurde das Bauwerk in einer einfacheren Weise, mit reduzierten
Plänen vollendet.


Die Parkanlage rund um den Kaiserdom ist auch sehenswert mit der
900 jährigen Kaiser-Lothar- Linde. Die Gartenanlage entstand 1879 als Park für eine Heil- und
Pflegeanstalt, der sich als vielfältige Bepfanzung und Wasserelemente auszeichnet.


Ein sogenannter Summstein, in Form einer großen Ohrmuschel, ist dort auch zu sehen.
Als Erklärung ist dort beschrieben:
Wer seinen Kopf in die Aushöhlung steckt und
in unterschiedlichen Stimmlagen summt,
taucht für sich allein in eine geschlossene Welt ein.
Findet man „seinen Ton“, wird der ganze Körper
von Kopf bis Fuß
in wohltuende, harmonische Schwingungen versetzt.

Zum Abschluß, ging es nach Sickte zum Kaffeetrinken.
Ein Tag voller Eindrücke ging zu Ende. Vielen Dank an die beiden Organisatoren und
Fahrern Heiner Müller und Gerhard Pörschke.