Eine erfreuliche Beteiligungsrate verzeichneten die Jungschützen Lüsche-Räderloh bei ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag im Landhaus Räderloh. So war die große Diele bei Kirk gut gefüllt – ein schönes Zeichen für den starken Zusammenhalt im Zug.

Der 1. Zugführer Jannik Wetzel eröffnete die Versammlung und trug anschließend den Jahresbericht für 2025 vor. Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums des Schützenvereins Lüsche-Räderloh und war entsprechend ereignisreich. Chronologisch ließ Wetzel die zahlreichen Aktivitäten Revue passieren: Neben dem Besuch mehrerer Schützenfeste in der Region nahmen die Jungschützen auch an vielen Übungsschießen, internen Versammlungen und Terminen teil. Insgesamt kamen stolze 48 Veranstaltungstage zusammen, an denen sich der Jungschützenzug im Laufe des Jahres traf. Den Abschluss des Jahres bildete das Treffen am Dorfteich in Räderloh im Rahmen des lebendigen Adventskalenders – eine Veranstaltung, die auch für den kommenden Dezember wieder angedacht ist. Insgesamt zeigte sich Wetzel mit dem Jubiläumsjahr soweit sehr zufrieden.
Anschließend stellte Kassenwart Henrik Türschmann den Kassenbericht vor. Trotz einer größeren Spende, den die Jungschützen zur Reparatur des Daches des Schießkanals am Schützenhaus dazugaben, konnte ein positiver Kassenstand vermeldet werden, was von der Versammlung zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.
Bei den anschließenden Wahlen kündigte Jannik Wetzel an, das Amt des 1. Zugführers noch für eine weitere Wahlperiode zu übernehmen, danach aber endgültig aufhören zu wollen. Dann blicke er auf zwölf Jahre Vorstandsarbeit, davon zehn Jahre als 1. Zugführer, zurück. Als stellvertretende Zugführer wurden Jakob Engler und Tristan Singer im Duo wiedergewählt. Einen Wechsel gab es bei der Kassenführung: Die 1. Kassenwartin Merle Türschmann, die dieses Amt zehn Jahre lang innehatte und derzeit amtierende Jungschützenkönigin ist, übergab ihr Amt an Anneke Bokelmann. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, erklärte sich der 2. Kassenwart Henrik Türschmann bereit, noch eine weitere Wahlperiode zu übernehmen, kündigte jedoch ebenfalls an, danach nicht erneut zu kandidieren. Die Geschwister Türschmann wurden für ihr langjähriges Engagement mit großem Applaus und einem blumigen Dankeschön bedacht. Die Kasse wird künftig von Christoph Bokelmann, zugleich Spieß des Jungschützenzuges, und Michael Bier geprüft. Zudem rückte Lukas Oehne vom 2. zum 1. Schriftführer auf und wird künftig von Johanna Falke als 2. Schriftführerin unterstützt.

Im Ausblick auf das Jahr 2026 stellte Wetzel mehrere Termine vor: Für das Osterfeuer am Ostersamstag wurde ein neuer Platz am Mühlenweg, am Ortsausgang Räderloh in Richtung Blickwedel, gefunden. Das Schützenfest im Juni wird wieder im gewohnten Rahmen stattfinden und für das erste Oktoberwochenende würde wieder das beliebte „Oktobierfest“ auf dem Saal in Lüsche geplant. Zwei Wochen später solle das Samtgemeinde-Jungschützenkönigsschießen im Schützenhaus in Lüsche ausgerichtet werden, da Jungschützenkönigin Merle Türschmann im vergangenen Jahr in Steinhorst den ersten Platz erringen konnte. Darüber hinaus sind weitere Übungsschießen und interne Veranstaltungen vorgesehen – für 2026 ist zudem geplant, die Übungsschießen verstärkt gemeinsam mit den Nachbarvereinen aus Steinhorst und Eldingen durchzuführen. Auch das traditionelle Jagdschießen im Dezember soll in diesem Jahr wieder seinen Platz im Veranstaltungskalender finden, nachdem es im Vorjahr aus organisatorischen Gründen und wegen zuvor geringer Beteiligungszahlen ausgefallen war.

Zum Ende der Versammlung richtete Nicole Zergiebel, Kassenwartin des Hauptvereins, Grußworte an die Jungschützen. Sie bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung, insbesondere beim Jubiläumsschützenfest, und verkündete den Gewinner des Jungschützen-Wanderpokals, der bei den Übungsschießen über das Jahr hinweg ausgeschossen wurde. Bei insgesamt 14 gewerteten Teilnehmern belegte Johanna Falke mit 191 Ringen den dritten Platz. Mit jeweils 193 Ringen lagen Jakob Engler und Lukas Oehne gleichauf, wobei Engler dank mehr erzielter Zehner den Wanderpokal für sich entscheiden konnte. Gleichzeitig lud Zergiebel alle Jungschützen herzlich zur Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins am 6. Februar ein und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Jung- und Altschützen.

Nach dem offiziellen Teil schloss Jannik Wetzel die Versammlung. Beim gemütlichen Ausklang mit einem üppigen Abendessen und kühlen Getränken wurde noch bis spät in die Nacht gelacht und geplaudert.
Bericht & Bilder: Vanessa Deckwer