Trotz schmuddeligen Wetters fand sich eine kleine, gemütliche Runde zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Badeanstalt Steinhorst im Tagungshaus auf dem Schmiedeberg zusammen. Die 1. Vorsitzende Nicole Eikelmann begrüßte die Anwesenden herzlich und nutzte die Gelegenheit, sich ausführlich bei den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern zu bedanken, die sich im vergangenen Jahr mit viel Engagement für das Lachtebad eingesetzt haben.

Einen positiven Überblick über die Finanzen gab anschließend Heidrun Schmidt. Der Kassenbericht fiel erfreulich aus: Der Verein steht finanziell auf soliden Füßen, zudem gingen im vergangenen Jahr auch einige Spenden ein. Dafür sprach der Vorstand allen Unterstützern einen ausdrücklichen Dank aus. Im Rahmen der Versammlung wurde außerdem Gesina Pfeiff zur zweiten Kassenprüferin gewählt.
Ein Blick auf die vergangenen und kommenden Arbeiten am Bad zeigte, wie viel sich rund um das Freibad getan hat. Matthias Köslin berichtete, dass mit Unterstützung des gemeindeeigenen Bauhofs mehrere wichtige Reparaturen umgesetzt werden konnten. So wurden unter anderem das Filtermaterial, die Filterkerzen sowie das Spülluftgebläse erneuert. Bereits im Jahr zuvor waren zwei neue Abläufe für das Schwimmbecken installiert worden – eine Maßnahme, die den Wasserverlust inzwischen deutlich reduziert hat.
Auch das Gesundheitsamt hat sich bereits angekündigt, um eine Wasserprobe zu entnehmen. Nach entsprechender Prüfung könne das Wasser aus dem Bad dann auch sorglos in die Lachte eingeleitet werden. Köslin nutzte die Gelegenheit außerdem, um den Mitgliedern den Aufbau der Schwimmbadwasseraufbereitungsanlage näher zu erläutern.
Mit Blick auf die kommende Saison stehen noch einige Arbeiten an. Sobald die letzten Eisreste verschwunden sind, soll zunächst das Becken von Laub befreit werden. Danach ist eine gründliche Reinigung mit Hochdruckreinigern vorgesehen, damit an einigen Stellen notwendige Malerarbeiten durchgeführt werden können. Auch eine Durchströmungsmessung, um die Chlorverteilung sichtbar zu machen, sei in Planung.
Auch im Außenbereich sind kleinere Maßnahmen angedacht: Einige Bänke benötigen einen neuen Anstrich, und der etwas unebene Plattenweg zum Gebäude mit den Umkleideräumen hin soll erneuert werden. Der Förderverein würde diese Arbeiten gern finanziell unterstützen.
Darüber hinaus gibt es auch größere Überlegungen für die Zukunft des Freibads. Einige Bäume auf benachbarten Grundstücken sollen dafür entfernt werden, damit mehr Sonnenlicht auf das Becken fällt und so die natürliche Erwärmung des Wassers besser genutzt werden kann. Es sei angedacht, dass diese Arbeiten dann mit einem Feuerwehrdienst zur Großbaumfällung verbunden werden. Außerdem muss ein Rohrgraben für eine neue Messwasserentnahme ausgehoben werden, vermutlich mit einem Rücklauf in die Schwallwasserbehälter.
Es wurden zudem zwei Förderanträge gestellt. Im Zusammenhang mit möglichen Fördermitteln stehen auch Ideen wie ein Wasserspielplatz oder ein Wassertretbecken im Raum – Vorhaben, für die die Naturschutzbehörde bereits ihre Zustimmung signalisiert hat.
Ein wichtiger Punkt der Versammlung war auch die Organisation des Badebetriebs. Nicole Eikelmann kündigte an, dass die Öffnungszeiten in der kommenden Saison angepasst werden: Geöffnet sein soll das Bad künftig montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr sowie sonntags von 9 bis 20 Uhr. Hintergrund dafür ist unter anderem der organisatorische Aufwand rund um das Öffnen und Schließen des Geländes. Das Lachtebad ist eingezäunt, und der Zaun muss täglich von freiwilligen Helfern geöffnet und wieder geschlossen werden. Im vergangenen Jahr teilten sich vier Vereinsmitglieder diese Aufgabe – eine echte Herausforderung, wie mehrfach betont wurde.
In der Diskussion wurde daher auch der Wunsch nach einer temporär angestellten Kraft bei der Gemeinde Steinhorst laut, die sich um Aufgaben wie das Öffnen, Abschließen und Sauberhalten des Freibads kümmern könnte. Doch auch neben den Ehrenamtlichen fehlen häufig Menschen mit ausreichend Zeit.
Das spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider: Bei rund 1300 Einwohnern in der Gemeinde seien 69 Mitglieder im Förderverein vergleichsweise wenig, stellte die Versammlung fest. Um mehr Menschen für den Verein und das Freibad zu begeistern, wurde daher intensiv über neue Ideen nachgedacht:
Dabei entstand eine lebhafte Runde mit zahlreichen Vorschlägen: Ein Sponsorenschwimmen, ein Sommerfest oder eine Eröffnungsfeier zum Start der Badesaison könnten für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Auch neue Angebote wie Aquakurse – möglicherweise in Zusammenarbeit mit dem Sportverein – oder ein Seepferdchenkurs wurden diskutiert, letzterer ist bereits konkreter in Planung.
Zudem wurden mögliche Anschaffungen angesprochen, darunter weitere Bremsenfänger, eine neue große Uhr für das Bad sowie eine Abtrennung für einen eigenen Schwimmerbereich. Ziel all dieser Überlegungen ist es, mehr Menschen – besonders aus der Gemeinde – ins Freibad zu locken und gleichzeitig neue Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen.
Ein genaues Datum für den Start der Badesaison steht noch nicht fest, da vieles vom Wetter abhängt. Gewünscht wird sich jedoch ein Termin gegen Ende Mai oder Anfang Juni.
Mit diesen Aussichten schloss Nicole Eikelmann die Versammlung und wünschte allen Anwesenden noch einen angenehmen Abend – sowie viel Erfolg bei der Werbung neuer Mitglieder für den Förderverein.