Lesesommer 2026
Beste Unterhaltung, schattige Plätze und sommerliche Stimmung: Der „Lesesommer auf Jagd“ der Kulturfreunde Steinhorst erwies sich trotz hochsommerlicher Temperaturen am Freitagabend als Erfolg. Mehr als 70 Besucher fanden den Weg auf den Schmiedeberg und genossen einen kurzweiligen Abend zwischen dem neu benannten Haus auf dem Schmiedeberg – dem ehemaligen Erich-Weniger-Haus – und dem Schulmuseum.
Für die Veranstaltung war dort eine kleine Bühne aufgebaut worden, frisch geschlagene Birken sorgten für die passende Dekoration und dazu lud ein liebevoll hergerichtetes Leseplätzchen für den Gast des Abends zum Eintauchen in die Welt der Literatur ein. Im angenehmeren Schatten zwischen den Gebäuden ließ es sich auch an diesem heißen Sommerabend doch erstaunlich gut aushalten.


Matthias Köslin begrüßte die Gäste im Namen des Teamvorstandes der Kulturfreunde Steinhorst. Dabei wies er auch gleich auf eine wichtige Neuerung hin: Der Verein trägt nun ganz offiziell den Namen Kulturfreunde Steinhorst. Die Umbenennung vom bisherigen „Verein der Freunde und Förderer des Erich-Weniger-Hauses Steinhorst e. V.“ ist inzwischen im Vereinsregister eingetragen und damit amtlich.
Anschließend gehörte die Bühne Hermann Wiedenroth. Der Bargfelder Rezitator nahm sein Publikum mit auf sechs literarische Streifzüge durch Wald und Flur. Mit seiner markanten Vorleserstimme ließ er bekannte und weniger bekannte Texte lebendig werden. Auf dem Programm standen unter anderem die Geschichte vom „alten Mümmelmann“, ein spannendes Jagdabenteuer von Karl May in den Rocky Mountains sowie Joachim Ringelnatz‘ ungewöhnliche Version von Rotkäppchen. Dazwischen trug Wiedenroth auch plattdeutsche Verse sowie ein Gedicht von Wilhelm Busch vor.


In die Welt von Hirsch, Hase & Co.
Das Publikum ließ sich gern in die Welt von Hirsch, Hase und Co. entführen. Immer wieder wurde herzlich gelacht – der Vorleser hatte, da waren sich die Zuhörer einig, „wirklich nette Geschichten“ im Gepäck. Besonders erfreulich war, dass viele bekannte Gesichter aus Steinhorst und der Umgebung den Weg auf den Schmiedeberg gefunden hatten.
Musikalisch umrahmt wurde die Lesung von den Jagdhornbläsern „Die Zwölfender“. Mit ihren Klängen gestalteten sie die Pausen zwischen den einzelnen Geschichten und verabschiedeten sich am Ende offiziell mit dem Parforcehorn-Marsch. Wer anschließend noch etwas verweilte, wurde jedoch mit weiterer Musik belohnt.

Auch kulinarisch passte alles zum jagdlichen Thema: In der Pause und nach der Lesung wurden neben den klassischen gegrillten Bratwürsten auch extra Wildbratwürstchen angeboten, die bei den Gästen großen Anklang fanden. Passend zum Motto des Abends überreichte Matthias Köslin zum Abschluss den Jagdhornbläsern und Wiedenroth jeweils eine Jagdmettwurst als kleines Dankeschön.
Im Vorfeld hatte es durchaus Überlegungen gegeben, ob die angekündigte Hitze Besucher von einem Kommen abhalten würde. Diese Sorge erwies sich jedoch als unbegründet. Dank der schattigen Plätze zwischen den Gebäuden entwickelte sich der „Lesesommer auf Jagd“ zu einem geselligen Sommerabend mit viel Literatur, Musik und guter Laune.
Bikder & Bericht: Vanessa Deckwer
