Gemeinde Steinhorst begrüßt die Gründung einer Bürgerinitiative

 

   

Die
Gemeinde Steinhorst hat in den vergangenen Jahren im eigentlichen
Wortsinn alles Mögliche unternommen, um die Verkehrssituation in der
Marktstraße zu entschärfen. Diverse Ortstermine mit dem
Straßenverkehrsamt des Landkreises, Vertretern des
Straßenbaulastträgers (Land Niedersachsen, hier vertreten durch die
NLStbV Wolfenbüttel) und der Polizei haben zu keinem Ergebnis in
unserem Sinne geführt.


Begegnungsverkehr
von Schwerlastfahrzeugen (Außenbreite: 2,55 m plus Spiegel) ist
weder in der Kurve CellerStraße/Marktstraße, noch im Bereich der
Fußgängerampel noch im Bereich zwischen Kirche und Lachtebrücke
problemlos möglich. Kurvenradien und Fahrbahnbreite lassen dies
nicht zu, häufig werden hier die Bordsteine überfahren,
Gefährdungen der Fußgänger sind an der Tagesordnung.


Das
Abwehrargument, daß man hier sowieso nicht schneller als 50 km/h
fahren kann, ist durch die Aufzeichnungen unserer
Geschwindigkeitsmeßtafel hinlänglich widerlegt. Auch weist der
Hergang des jüngsten LKW-Unfalls, bei dem der Auflieger aus der
Kurve getragen wurde, eindeutig auf nicht angepasste Geschwindigkeit
hin. Für nicht ortskundige Verkehrsteilnehmer wäre eine
Geschwindigkeitsbegrenzung vor den Engstellen unheimlich hilfreich.


Unmittelbar
vor Kindertagesstätten und Schulen ist eine Tempobegrenzung
rechtlich möglich, in Steinhorst liegt aber jeweils eine öffentliche
Fläche zur Straße hin dazwischen, zum einen das Schulmuseum und zum
anderen der Park. Somit wurde seitens des Landkreises auch diese
Option verworfen. Nach den Buchstaben des Gesetzes ist die Ablehnung
vertretbar, die Intention des Gesetzgebers ist allerdings nicht
gewahrt.


Geschwindigkeitsbegrenzungen
werden nach gängiger Praxis an Unfallschwerpunkten angeordnet.
Hierzu müssen die Unfälle aber auch aktenkundig werden, die Polizei
muss also ein Unfallprotokoll erstellen. Bei vielen kleineren
Karambolagen unterbleibt dies, viele Beinaheunfälle, auch mit
Personengefährdung werden überhaupt nicht gemeldet. Die Ausdünnung
der Polizeipräsenz tut hier ihr Übriges.


Viele
Steinhorster haben beim Passieren bestimmter Gehwegabschnitte
Beklemmungsgefühle, viele Eltern sind in Sorge um ihre Kinder. Man
hat mitunter das Gefühl, auf Glück angewiesen zu sein, dieses ist
inakzeptabel. Von daher unterstützen wir die in Gründung
befindliche BI, wir haben deckungsgleiche Ziele.


Für
die Gemeinde Steinhorst, Klaus-Hinrich Singer

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