Dörfer und Infos sowie weiterführende Links
Die Gemeinde Steinhorst
Die Gemeinde Steinhorst setzt sich aus den Dörfern Steinhorst, Räderloh, Lüsche und Auermühle zusammen. Sie liegt an der Lachte zwischen den Naturparks Südheide und Drömling und gehört der Samtgemeinde Hankensbüttel an. Teilweise auf dem Gemeindegebiet liegt das 1.090 Hektar große Naturschutzgebiet Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach. Die Gemeinde grenzt im Norden an Sprakensehl, im Osten an Dedelstorf, im Süden an Groß Oesingen und im Westen an den Landkreis Celle.
Einwohner gesamt
1.367
Gesamtfläche
57,97 km²
Bevölkerungsdichte
21,7/km²
Postleitzahl
29367
Landkreis
Gifhorn
Vorwahl
05148
Samtgemeinde
Hankensbüttel
Bürgermeister
Percy Pfeiff
Gemeindebüro
Dammstraße 3B
Telefon
05832 8363
Seit 2014 betreibt die Gemeinde den "Steinhorster Blog" auf dem Fotos, Neuigkeiten, Berichte und vieles mehr geteilt werden. Die Kontaktdaten der Administratoren sind auf der Kontaktseite zu finden: Kontakt Gemeindebüro & Administratoren Blog
Kontakt
Steinhorst
Kernort · 1.052 Einwohner (Stand Jan. 2026)
Ersterwähnung
1244
Einwohner
1.052
Baudenkmal
Haus der Gemeinde
Koordinaten
52° 41′N, 10° 24′O
Höhe
72 m ü. NHN
Steinhorst ist der Kernort der Gemeinde und liegt im Tal der Lachte zwischen den Naturparks Südheide und Drömling. Holzfunde belegen eine Besiedlung bereits um das Jahr 1000 – der Ort ist also erheblich älter als die erste urkundliche Erwähnung von 1244.
In Steinhorst findet man eigentlich alle Dinge für den täglichen Bedarf. Neben Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxis und Friseur gibt es hier auch eine Grundschule und den Kindergarten.
Der Name setzt sich vermutlich aus den altsächsischen Wörtern „Stein" (steinig) und „Horst" (bewaldete Anhöhe im feuchten Gelände) zusammen – etwa „Siedlung auf dem steinigen Horst". Das passt zur Geologie: westlich des Orts liegt steinreicher, eiszeitlicher Geschiebelehm, östlich beginnen die sandigen Heideflächen.
- St.-Georgskirche – aus dem 13. Jahrhundert
- Schulmuseum mit Tagungshaus
- Haus der Gemeinde – Denkmal von Heinrich Tessenow (1911/12)
- Lachtefurt Mitten im Ort
- Traditionelles Schützenfest zu Pfingsten
Räderloh
Ortsteil · 128 Einwohner (Stand Jan. 2026) · 3 km nördlich
Ersterwähnung
1252
Einwohner
128
Koordinaten
52° 43′N, 10° 24′O
Höhe
85 m ü. NN
Fläche
ca. 15,64 km²
Eigenständig bis
1974
Räderloh liegt im nördlichen Teil der Gemeinde, umgeben vom Naturschutzgebiet Obere Lachte. Das ruhige Dorf ist bis heute landwirtschaftlich geprägt und gilt als einer der ruhigsten Orte im Nordkreis Gifhorn.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Räderloh nicht.
„Loh" bedeutet im Altsächsischen lichter Wald oder Gehölz – ein Namensbestandteil, den auch andere norddeutsche Orte wie Mahrenholz oder Zahrenholz tragen. Der erste Namensteil bezieht sich vermutlich auf den Räderbach, sodass sich die Deutung „Busch am Räderbach" ergibt.
- Wandern durch das Postmoor
- Naturschutzgebiet Obere Lachte direkt vor der Tür
- Schützenfest zwei Wochen nach Pfingsten – Schützenverein seit 1925
- Ferienmöglichkeiten & Landhaus Räderloh
- Kleine Gedenkstätte des ehem. Kriegsgefangenenlagers (1915–1919)
Lüsche
Ortsteil · 112 Einwohner (Stand Jan. 2026) · 4 km nordöstlich
Ersterwähnung
1585
Einwohner
112
Koordinaten
52° 44′N, 10° 26′O
Höhe
94 m ü. NN
Fläche
ca. 14,80 km²
Eigenständig bis
1974
Lüsche liegt direkt am Naturschutzgebiet Obere Lachte. Zum Ortsteil gehört auch das Gut Auermühle. Das Dorf zeichnet sich durch seine idyllische Lage und einen ausgeprägten dörflichen Charakter aus.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es in Lüsche nicht.
Die Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Namensforscher vermuten einen Zusammenhang mit dem mittelhochdeutschen Wort „luze" (Versteck, Hinterhalt) oder einen Bezug zu dichtem Buschwerk bzw. einer versteckten Waldlage – beides würde zur Lage Lüsches inmitten großer Waldgebiete passen.
- Schullandheim Forsthaus Lüsche (ehem. Revierförsterei, 1789)
- Schützenfest zwei Wochen nach Pfingsten – Schützenverein seit 1925
- Lachte-Niederung – ideal für Wanderungen, Ausritte und Radtouren
Auermühle
Weiler · gehört postalisch zu Lüsche
Ersterwähnung
1488
Koordinaten
52° 44′N, 10° 27′O
Baudenkmal
Herrenhaus im Jugendstil (1914)
Denkmal
Mausoleum Beindorff (1931)
Auermühle geht auf eine durch die Lachte angetriebene Wassermühle zurück, die 1488 erstmals erwähnt wurde. Das Gut Auermühle mit seinem Jugendstil-Herrenhaus zählt zu den bedeutendsten Baudenkmalen der Südheide.
Der Name setzt sich aus „Aue" (Flussniederung, feuchte Wiesen am Wasser) und „Mühle" zusammen – „Mühle in der Flussaue". Die Lage direkt an der Lachte erklärt das gut; aus der ursprünglichen Wassermühle entwickelte sich später das heutige Gut.
- Jugendstil-Herrenhaus – bedeutendes Baudenkmal der Südheide
- Ehem. Wassermühle an der Lachte bis Anfang 19. Jh
- Rund 80 Jahre im Besitz der Pelikan-Familie "Beindorff"
Wappen
Gemeindewappen
Durch einen silbernen Wellenbalken in Grün und Rot 2:1 geteilt, oben mit einem silbernen rechtssehenden Pferdekopf belegt, begleitet von einer Ähre und einem Eichblatt mit Eichel, beide golden, unten belegt mit einem waagerecht halbierten schwarzen Mühlrad.
Das Wappen der Gemeinde Steinhorst ist ein „redendes Wappen" – jedes Element erzählt etwas über die Geschichte und das Leben in der Gemeinde.
Der silberne Wellenbalken symbolisiert die Lachte, die das Gemeindegebiet durchfließt und einst mehrere Wassermühlen antrieb. Als einer der reinsten Heidebäche mahnt er zugleich: Erhaltet dieses Gewässer sauber und klar.
Das grüne obere Feld steht für Land- und Forstwirtschaft.
Der silberne Pferdekopf erinnert daran, dass die Pferdezucht hier lange eine große Rolle spielte und steht auch sonst für das Mensch-Tier-Verhältnis.
Die goldene Roggenähre weist auf die Landwirtschaft hin, das goldene Eichblatt mit Eichel auf den bedeutenden Wald- und Eichenbestand der Gemeinde.
Das rote untere Feld steht für das Heidegebiet.
Das halbierte Mühlrad erinnert an die von der Lachte angetriebenen Wassermühlen – seine vier Speichen stehen sinnbildlich für die vier Orte Steinhorst, Räderloh, Lüsche und Auermühle, die schon immer durch die Kirche verbunden waren, lange bevor sie offiziell zusammengeschlossen wurden.
Quelle: Aufsatz von Ernst Güß, aufgeschrieben von Dieter Bieber
Landkarte
Weiterführende Links
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