Feuerwehrübung der Ortswehr Steinhorst

Fotos Jessica Labion

Das Wetter der vergangenen Wochen ist wohl an niemandem vorbei gegangen. Temperaturen von 40°C und mehr ließen uns schwitzen. Wem es möglich war, der verbrachte die Tage drinnen. Auch unsere Flora leidet unter der Trockenheit und Hitze. So häufen sich immer mehr Berichte über Wald- und Feldbrände. Die Ortsfeuerwehr Steinhorst bereitete sich am Dienstag mit einem besonderen Übungsdienst auf mögliche Szenarien vor. Der ehemalige Bürgermeister Claus-Hinrich Singer stellte ein Stoppelfeld zur Verfügung, damit verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung eines Flächenbrandes geübt werden konnten. Um das Feuer unter Kontrolle zu halten, wurde das Feld um den Übungsbereich herum umgegrubbert und ein Traktor mit 16.000 Litern Wasser stand in Bereitschaft, womit die Fläche nach Übungsende noch einmal gewässert wurde.

Los ging die Ausbildung mit einem Theorieteil. Die Ausrüstung und Taktiken zur speziellen Brandbekämpfung wurde vorgestellt und die Feuerwehrleute machten sich noch einmal mit dem vertraut, was sie schon in unzähligen Trockenübungen gelernt hatten. Danach ging es ans Anzünden. Die Handarbeit mit Feuerpatschen, Schaufeln und Löschrucksäcken wurden an kleinen Flächen erst einzeln geübt. Jeder Kamerad hatte die Möglichkeit, in Umgang und Effektivität der Ausrüstung Erfahrungen zu sammeln, was für spätere reale Einsätze sehr wertvoll ist. Dann wurden die brennenden Übungsflächen größer, eine höhere Wärmestrahlung spürbar und die Zusammenarbeit der Kameraden umso wichtiger. Die Rauch- und Hitzeentwicklung machte den Feuerwehrleuten zu schaffen, dabei können die Flammen beim Getreidefeldbrand noch einmal deutlich höher werden, als im Stoppelfeld. 

Zum Schluss kam das Tanklöschfahrzeug zum Einsatz. Eine spezielle Löschtechnik „Pump-And-Roll“ wurde geübt. Dabei wird die Feuerlöschpumpe während der Fahrt betrieben. Die Fahrzeugbesatzung geht hier entweder neben dem Fahrzeug her und löscht das Feuer vom Boden aus, oder sie sitzt auf dem Dach des Fahrzeugs und kann hier über ein Strahlrohr Wasser abgeben. 

Bisher wurden die Techniken regelmäßig in Trockenübungen wiederholt. Ein kontrollierter Flächenbrand gab den Kameraden die einzigartige Möglichkeit, ihren Erfahrungsschatz zu erweitern und ihre Ausrüstung intensiv kennenzulernen. Der Dienst war ein voller Erfolg.
Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

Fotos und Bericht: Jessica Labion

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